ÄLTERE BAUEN MIT JÜNGEREN BRÜCKEN FÜR EUROPA

Austausch mit Studenten und Studentinnen

Im Rahmen der Jahresplanung der Österreichischen Hochschülerschaft der Karl-Franzens-Universität Graz wurde das Projekt „Ältere bauen mit Jüngeren Brücken für Europa“ vorgestellt. Ziel dieses Austausches war es, ein Feedback über die Handhabbarkeit des Projektteiles Generationengespräche für den Alltag zu erhalten.

 

Die Studierenden haben in einem „Testlauf“ die erarbeiteten Unterlagen für eine Berufswahl ausprobiert und auf die Alltagstauglichkeit geprüft.

 

Das Ergebnis war für die GEFAS sehr erfreulich, da einerseits die Arbeitsmaterialen als sinnvoll bewertet wurden und andererseits Anregungen für eine Weiterentwicklung gegeben wurde.

 

Die Studierenden überlegten Themen für eine Masterarbeit im Bereich der Erziehungswissenschaften zu erarbeiten.

Uli Taberhofer führte am 7. und am 21.4. zwei qualitative Interviews mit Seniorinnen über ihr Bildungs- und Erfahrungswissen durch. Sie sind Grundlage für den ZeitzeugInnenbericht, in dem jetzt das Ergebnis von 6 befragten Personen, mit und ohne Migrationshintergrund, verschriftlicht werden.

Die TeilnehmerInnen der Arbeitsgruppe tauschten zur Nachbereitung ihre Erfahrungen bezüglich des ersten Generationengesprächs zum Thema Arbeitswelt an der NMS Fröbel am 8. Jänner 2016 aus.

Die Gespräche haben aus Sicht der GesprächspartnerInnen von GEFAS STEIERMARK gezeigt: Die jungen Menschen waren unsicher, was ihre besonderen Begabungen, Kompetenzen, persönlichen Vorzüge bzw. auch Grundlagen für eine Berufsauswahl sind. Sehr oft werden die traditionellen Lehrberufe (wie z.B. Kfz Mechaniker oder Frisörin) als Wunschberuf angegeben. Deshalb wäre die Vermittlung von zusätzlichem Wissen darüber, welche  Alternativen es dazu gibt, bzw. welche konkreten Kenntnisse und Fertigkeiten dafür erforderlich sind, ein möglicher Ansatzpunkt für einen weiteren Austausch mit den SchülerInnen.

Aufbauend auf die Beobachtungen beim ersten Treffen möchte die Arbeitsgruppe deshalb folgende mögliche Formen der Umsetzung in den nächsten Treffen mit den SchülerInnen einbringen.

  • Wir können in spielerischer Form (mit Hilfe von Kompetenzkarten) berufsrelevante Kompetenzen und Fertigkeiten der SchülerInnen in Form dieser vertrauten Gespräche in Kleingruppen (Methode, eventuell auch Besetzung wie das letzte Mal) herausarbeiten.
  • Wir können einen tieferen Einblick in konkrete Berufe (persönliche Arbeitserfahrungen: Berufe im Umweltbereich, Tourismus, Handel, Büro etc.) vermitteln (Methode 2-3 maximal in Kleingruppen), inkl. die Umsetzung eines dazu passenden Bewerbungstrainings und Anpassen der Bewerbungsunterlagen für Interessierte
  • Optional können auch andere Trainingsformen angeboten werden, Bewerbungstraining, Telefontraining, Styling-Workshop, eventuell am Schulschluss

Diese Ideen werden bei einem nächsten Treffen mit den LehrerInnen der NMS eingebracht. Unter Einbeziehung der Wünsche und Vorstellungen der Schule und insbes. auch der SchülerInnen sollen 1-2 weitere Termine für das nächste Semester zur Fortsetzung der Generationengespräche vereinbart werden.

 

 

Bei diesem generationenübergreifenden Auftaktgespräch nahmen 11 Personen von GEFAS STEIERMARK und 37 SchülerInnen der beiden vierten Klassen (davon waren 2 ohne Migrationshintergrund) teil. In Kleingruppen (3-4 SchülerInnen mit einem Erwachsenen) wurden die jeweiligen Kompetenzen und Ressourcen der TeilnehmerInnen der Arbeitsgruppe zu den Bereichen Arbeitswelt und Berufswahl eingebracht. Im Gegenzug dazu wurden auch die SchülerInnen bezüglich ihrer Berufswünsche und -vorstellungen befragt. Diese Fragen entwickelten sich spontan aus dem gemeinsamen Gespräch, während die KlassenlehrerInnen mit den SchülerInnen im Vorfeld als Gesprächsgrundlage folgenden Fragenkatalog gemeinsam vorbereitet hatten:

 

1.     Können Sie sich an Ihre Berufswünsche in der Kindheit erinnern?

2.    Wer hat Sie bei der Berufsentscheidung unterstützt?

3.    Welchen Beruf haben Sie gelernt?

4.    Wie hat sich Ihre Berufslaufbahn entwickelt?

5.    Können Sie sich an ein Vorstellungsgespräch erinnern?

6.    An welche Berufserfahrungen können Sie sich erinnern?

7.    Würden Sie sich noch einmal für den gewählten Beruf entscheiden?

8.    Haben Sie eine Lehre oder eine weiterführende Schule besucht?

 

@GEFAS

 

In einer gemeinsamen Abschlussrunde in der großen Gruppe zeigte sich, dass das Interesse der Jugendlichen an diesem Austausch sehr groß war und sich alle Beteiligten eine Fortsetzung dieser Form des Generationengespräches wünschten. Im Mittelpunkt stand dabei für die Jugendlichen vor allem der Bereich „Bewerbung“, da circa Zweidrittel der Jugendlichen bereits für den Herbst eine Lehrstelle suchen.

 

@GEFAS

 

Am 1. Dezember 2015 traf sich die Arbeitsgruppe in den Büroräumen der GEFAS STEIERMARK um die weiteren Schritte zu den Generationengesprächen zu besprechen. Unsere SeniorenInnen hatten v.a. Fragen dazu, was sie mit den SchülerInnen bezogen auf Ausbildungen, Kompetenzen und ihr Berufsleben besprechen sollen. Dabei wurde geklärt, dass in der NMS Fröbel die LehrerInnenschaft mit den knapp 40 14jährigen (vorrangig mit Migrationsgintergrund) einen Fragenkatalog erarbeiten wird. Er wird Fragen über die Berufswahl der SeniorenInnen und deren Bildungsweg enthalten, die in einem sogenannten Speed Dating beantwortet werden sollen. Dabei wird ein Erwachsener mit ca. 2 bis 3 SchülerInnen sprechen und dabei sollen die Erwachsenen möglichst offen, spontan und ehrlich reagieren. Nach den Kleingruppengesprächen wird in der gesamten Gruppe ausgetauscht, was die Jugend von heute, bezüglich Arbeitswelt, am meisten berührt. Dabei sollen ihre Wünsche bestmögliche Berücksichtigung finden. Aus unserer Sicht könnten dies ein Styling Workshop für Jobinterviews, ein simuliertes Bewerbungsinterview für einen Job bzw. eine gemeinsame Erarbeitung für die Kriterien eines Lebenslaufes sein.