ÄLTERE BAUEN MIT JÜNGEREN BRÜCKEN FÜR EUROPA

 

Generationengespräche

Technische Universität Liberec

Zielstellung

1. Den Kontakt zu möglichen Partnerorganisationen für die Teilnahme der jüngeren

Generation aufbauen.

2. Ein passendes Thema für die Generationengespräche suchen.

3. Die Begegnungen sorgfältig vorbereiten und durchführen.

4. Die Partnerschaften zwischen Jung und Alt durch gemeinsames Tun und Brückenbau

nachhaltig stärken.

5. Die Ergebnisse gemeinsam feiern und veröffentlichen.

 

Kooperation

Themen

Zeitplan

1.    BFS Löbau

Sprache, Kultur, Generationen

September 2015

2.    F.X. Šalda Gymnasium Liberec

Sprache, Kultur, Generationen, Ausbildung

November 2015

3.    Grundschule Husova in Liberec

Papierbrückenbau

 

4.    Parkschule Zittau

Sprache, Kultur, Generationen, Feste und Bräuche

Mai 2015 – April 2017

5.    Weinauschule Zittau

Sprache, Kultur, Generationen, Feste und Bräuche

Dezember 2016 – März 2017

6.    Kinderuniversität TUL

Weltraum

November 2016 – Januar 2017

7.    Erasmus Studenten an der TUL

Sprache, Kultur, Ausbildung, Generationen, Feste und Bräuche

Februar 2015 – Mai 2017

 

 

Methodische Herangehensweise    

·         Sprachanimation (Spiele mit der deutschen und tschechischen Sprache, bei denen die Teilnehmer die Grundlagen der Fremdsprache lernen – Leitung J. Pacltová)

·         Gespräche in Kleingruppen zwischen Schülern und  Studenten zu einzelnen Themen.

·         Besichtigung eines Hörsaales an der Universität und Teilnahme an dem Vortrag für Senioren.

·         Workshops (gemeinsames Kochen, Basteln)

·         „Country Präsentationen“ in der Aula oder im Seminarraum (Vorstellen eigenes Heimatslandes – Sprache, Geographie, Geschichte, Kultur, Sport, …)

Teilnehmer

·         Senioren und Seniorinnen, die an der Universität des dritten Lebensalters an der TUL studieren

·         Schüler der Grundschule, Oberschule

·         Gymnasiasten

·         Internationale Studenten

 

Beschreibung der Kooperation und Zielerfüllung

1.      Im September 2015 nahmen in der Berufsschule Löbau sechs Senioren und Seniorinnen und 50 Schüler und Schülerinnen in drei Gruppen (11. - 13. Klasse) des BSZ Löbau an einem gemeinsamen Workshop teil. Zuerst wurden gemeinsam deutsch-tschechische Sprachspiele gespielt. Anschließend stellten die Schüler und Schülerinnen den Senioren und Seniorinnen einfache Fragen in tschechischer Sprache und präsentiert nachfolgend die Informationen. Die  Schüler und Schülerinnen lernen seit einem oder zwei Jahr/en Tschechisch als zweite Fremdsprache. Die Zusammenarbeit bereitete Senioren und Seniorinnen ebenso wie den  Schülern und Schülerinnen viel Freude und beide Gruppen konnten viel voneinander lernen. Bericht zu dieser Begegnung ist unter http://bruecken-fuer-europa.eu/index.php/de/berichte/99-tagebuch/tagebuch-tuc zu finden.

 

2.      Die nächste Schule, zu der gute Kontakte aufgebaut wurden, war das F.X. Šalda Gymnasium. Hier führte die Projektgruppe zwei intergenerative Gespräche zwischen fünf Seniorinnen und 10 bis zwölf Studierenden. Das Gymnasium bietet erweiterten Unterricht der deutschen Sprache  an. Die Schüler legen hier nach der 12. Klasse das auf Deutsch. In zwei bis drei kleinen Gruppen befragten die Schüler und Schülerinnen die Seniorinnen auf Deutsch zu den Themen Lebenslauf, Familie und Studienzeiten. Anschließend präsentierten die Jüngeren interessante Geschichten aus den Studienzeitenzeiten der Älteren. Davon wurde auch eine Videoaufnahme erstellt. Berichte zu den einzelnen Begegnungen sind unter http://bruecken-fuer-europa.eu/index.php/de/berichte/99-tagebuch/tagebuch-tuc zu finden.

 

3.      Am 15. April 2016 nahmen sieben Senioren und Seniorinnen gemeinsam mit 19 Schülern der 7. Klasse der Grundschule Husova in Liberec an einem Workshop teil, bei dem sie zusammen Papierbrücken bastelten. Die Schüler arbeiteten in sieben Gruppen. Jede Gruppe wurde von einem Senior oder einer Seniorin unterstützt. Dabei entstanden sieben unterschiedliche Brückenkonstruktionen. Die beste Brücke konnte zehn Kilogramm tragen. Alle Beteiligten hatten viel Spaß und die Schüler lernten dabei nicht nur viel Wissenswertes über Technik, sondern auch über Europa. Bericht zu dieser Begegnung ist unter http://bruecken-fuer-europa.eu/index.php/de/berichte/99-tagebuch/tagebuch-tuc zu finden.

 

4.      Die beste und intensivste Zusammenarbeit war mit zwei Schulen in Zittau, der Weinauschule und der Parkschule. In beiden Schulen organisierte die Projektgruppe seit Mai 2015 bis April 2017 acht intergenerative Workshops, an denen jedes Mal sechs bis zehn Seniorinnen und 20 – 38 Schüler teilnahmen. In diesen Schulen wird die Tschechische Sprache als die zweite Fremdsprache unterrichtet, die Schüler hatten also großes Interesse die tschechische Kultur, Feste und Bräuche kennenzulernen. Die Schüler unterhielten sich mit den Senioren über verschiedene Themen (Sprache, Kultur, Generationen, Feste und Bräuche) kochten gemeinsam Obstknödel, bastelten Osterruten, bemalten die Ostereier, backten Weihnachtsgebäck und unternahmen gemeinsam eine Stadtführung. Berichte zu den einzelnen Begegnungen sind unter http://bruecken-fuer-europa.eu/index.php/de/berichte/99-tagebuch/tagebuch-tuc zu finden.

5.       

6.      Im Rahmen des Projektes begann die Zusammenarbeit der beiden Institutionen der TUL – der Kinder- und Seniorenuniversität. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden zwei gemeinsame Vorträge (im November 2016 und Januar 2017) für Zuhörer und Zuhörerinnen im Alter von 10 – 100 Jahren veranstaltet. Beide waren zum Thema „Weltraum“, für den sich alle Generationen sehr interessieren. Da sich beide Vorträge einem großen Erfolg hatten, sind noch weitere intergenerative Vorlesungen und Aktivitäten geplant. Bericht zu dieser Begegnung ist unter http://bruecken-fuer-europa.eu/index.php/de/berichte/99-tagebuch/tagebuch-tuc zu finden.

 

7.      Seit Januar 2015 arbeiteten die Senioren und Seniorinnen der U3L auch mit internationalen Studierenden zusammen, die an der TUL im Programm Erasmus+ studierten. Die meisten Studierenden blieben für ein Semester in Liberec. Die Senioren und Seniorinnender U3L nahmen zu Beginn jedes Semesters an der Begrüßungspräsentation „Welcome Day“ in der Aula teil und bereiteten ein „Czech Dinner“ – typisch tschechische Speisen, wie zum Beispiel Gulasch mit Knödeln, Schnitzel mit Kartoffelsalat, Kartoffelsuppe, Apfelstrudel, Buchteln, Palatschinken, Brot und vielen weiteren, für die ausländischen Studierendenvor. Insgesamt begleiteten im Rahmen dieses Projektes die Senioren und Seniorinnen der U3L5 Welcome Days  und unterstützen auch die Organisation dieser.

Darauf folgend stellten  die ausländischen Studierenden im Semesterverlauf ihr Heimatland in der Aula auf Englisch vor. Zu diesen „Country Präsentationen“ wurden auch die tschechischen Studierenden und die Studierenden der U3L eingeladen. Seit April 2015 fanden 10 dieser Präsentationen statt, bei denen viel Interessantes über Griechenland, die Türkei, Dänemark, Spanien, Portugal, Polen, Schweden, die Schweiz, Ungarn, Frankreich, Finnland, Litauen, und weitere Länder gelernt wurde. Diese Veranstaltungen gefielen allen Teilnehmenden sehr. Nach den Präsentationen wurden kleine Verkostungen von typischen Speisen des vorgestellten Landes angeboten.

Die ausländischen Studierendenbesuchten außerdem den Englischunterricht für Senioren und Seniorinnen und im Rahmen dieser noch einmal im engen Kreis (sechs bis zwölf Senioren und Seniorinnen) über ihr Heimatland berichtet und mit den Senioren und Seniorinnen diskutiert. Die Senioren und Seniorinnen derU3L waren sehr neugierig und stellten unter anderem Fragen zu dem Studium, dem Privatleben, der Kultur, der Politik, Bräuchen und Essgewohnheiten. Die internationalen Studierendenbeantworteten geduldig alle gestellten Fragen. Bis Mai 2017 fanden elf interessante Präsentationen im Englischunterricht für Senioren statt. Bericht zu dieser Begegnung ist unter http://bruecken-fuer-europa.eu/index.php/de/berichte/99-tagebuch/tagebuch-tuc zu finden.