ÄLTERE BAUEN MIT JÜNGEREN BRÜCKEN FÜR EUROPA

 

Aufgrund der Herausforderungen der Arbeitsmarktpolitischen Situation in Österreich, haben wir für unsere Generationengespräche das Thema Berufswahl in den Fokus gestellt. Mit diesem Thema bilden wir ein spezifischen Segment unserer Aufgabenstellung: "Bildungs- und Erfahrungswissen älterer Menschen" ab. Unser Anliegen war es weiblichen und männlichen Jugendlichen einen nicht geschlechterspezifischen Zugang zu den diversen Berufen zu vermitteln. Damit ist gemeint, dass Mädchen sehr wohl den technischen Apsekt, und Burschen den sozialen Aspekt, in ihrer Berufswahl berücksichtigen sollen. Um dieses gesetzte Ziel zu erreichen haben wir uns entschieden mit Menschen, die unterschiedlichste Berufserfahrungen haben, einen Austausch der Generationen zu initieren.

Umsetzung:

Kooperationspartner

  • Neue Mittelschule Fröbl, welche eine Schule mit einem hohen Migrationsanteil von Schülern ist, ca. 80% der Schüler und Schülerinnen sind Migrationskinder und haben eine andere Sprache als Deutsch als Erstsprache; bis zu 14 Nationen (inkl. Österreich) tummeln sich in der Schule; die Schule wird mit 8 Klassen geführt und wird derzeit von 173 SchülerInnen besucht;
  • "Neue Mittelschule“ (NMS) ist ein sehr junger Schultyp in Österreich – Schwerpunkt ist individualisierter und auf die Bedürfnisse und Potenziale der Kinder abgestimmter Unterreicht; in den Hauptfächern wie Deutsch, lebende Fremdsprachen und Mathematik werden die Kinder von zwei PädagogInnen betreut; die die Schüler und Schülerinnen mit unterschiedlichem Lerntempo unterstützen einander und profitieren voneinander.
  • Schwerpunkte der NMS- Fröbl sind der IT und der Sprachenbereich; Weiters bietet die Schule für die Schüler und Schülerinnen LesepatInnen an; die Zusammenarbeit im Projekt „Brücken für Europa“ war und ist mit Schülern zwischen 10 und 16 Jahren (aufgrund ihres Migrationshintergrund); Sekundarstufe – Kinder zwischen 10 – 14 Jahren, d.h. 5. – 8. Schulstufe

 

Inhalt

  • Berufswelt am österreichischen Arbeitsmarkt und Arbeitskultur
  • Erfahrungen der älteren Generation als Basis für die Bearbeitung von Berufsfeldern
  • Erarbeitung von Berufsbildern
  • Voraussetzungen für das Erlernen eines Berufes
  • Spracherwerb und Anwendung
  • Wortschatzerweiterung
  • Bauen von Papierbrücken

 

Zielgruppe

  • Schüler und Schülerinnen der NMS Fröbel ab 10 Jahre 
  • ältere Menschen mit vielfältiger Berufserfahrung 

 

Ziele

  • Verständnis für die Berufswelt schaffen
  • Unterschied zwischen Berufsfeldern und Berufsbildern erarbeiten
  • Lernen von Erfahrungen und Erkenntnissen
  • Österreichischer Arbeitsmarkt und Arbeitskultur
  • Spracherwerb, Anwedung und Wortschatzerweiterung
  • Sichtbarmachung des Wissenstransfers durch das Bauen von Papierbrücken
  • die angeführten Ziele werden am Ende des Projektes mithilfe einer individuellen Arbeit der Schüler und Schülerinnen dargestellt (Erarbeitung von mehreren Berufsbildern)

 

Umsetzungen und Methoden

  • mehrere Treffen der Projektgruppe mit den Schüler und Schülerinnen
  • aktives Arbeiten mit den vorhandenen Berufserfahrungen mithilfe von Collagen und Arbeitsblättern
  • Wissensvermittlung über Berufe durch spezifische Werkzeuge
  • Jugendliche bringen ihre Erfahrungen ein- z.B. bildnerische Darstellung von Objekten (Schüler zeigt seine Kunstwerke und die Vorbereitung für seine erste persönliche Ausstellung)
  • Arbeiten in Klein- und Großgruppen
  • Austausch im Plenum

 

Ergebnisse

  • an diesem Projekt nahmen ca. 35 Schüler und Schülerinnen teil
  • 4 Pädagogen und Pädagoginnen der Neuen Mitteschule
  • Projektgruppe der GEFAS bestand aus 15 Personen, die jeweils in unterschiedlischen Bereichen tätig waren
  • es wurden 4 Workshops durchgeführt
  • Aufbau eines Mentorings, d.h. TeilnehmerInnen aus der Projektgruppe der GEFAS übernahmen eine Lernpatenschaft für Schüler und Schülerinnen der NMS
  • Es wurden 5 Papierbrücken in unterschiedlichen Größen gebaut. 
    Die größeren Papierbrücken waren ca. 40 Zentimeter lang und 25 Zentimeter breit
    Belastung der stärksten Brücke war ca. 12 kg
  • Berufsbilder und Berufsfelder bildeten die Grundlage für die Entscheidung Praktika in den Wunschberufen zu absolvieren, so z.B. wurden Praktika als Frisör und Mechaniker absolviert.
  • Aufgrund der Veranstaltungen und der zur Verfügung gestellten Unterlagen konnte eine Weiterentwicklung der Schüler und Schülerinnen im Spracherwerb und deren Anwendung erreicht werden.

 

Besonderes Ergebnis

Es ist zwei Mentorinnen gelungen eine Lernpatenschaft aufzubauen. Eine Patenschaft führte zu einer klaren Berufsentscheidung. In der zweiten Patenschaft konnten durch eine spezielle und individuelle Lernbetreuung die Voraussetzungen für den Besuch einer weiterführenden höheren Schule erarbeitet werden. Ziel der Schülerin ist es, nach Absolvierung der höheren Schule ein Studium zu beginnen.

 

Ausblick und Zukunft

Aufgrund des guten Erfolges aus dem Projekt "Ältere bauen mit Jüngeren Brücken für Europa" ist angedacht, dass Mentoring bzw. die Lernpatenschaft mit Schüler und Schülerinnen weiter auszubauen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Generationengespräche

Technische Universität Liberec

Zielstellung

1. Den Kontakt zu möglichen Partnerorganisationen für die Teilnahme der jüngeren

Generation aufbauen.

2. Ein passendes Thema für die Generationengespräche suchen.

3. Die Begegnungen sorgfältig vorbereiten und durchführen.

4. Die Partnerschaften zwischen Jung und Alt durch gemeinsames Tun und Brückenbau

nachhaltig stärken.

5. Die Ergebnisse gemeinsam feiern und veröffentlichen.

 

Kooperation

Themen

Zeitplan

1.    BFS Löbau

Sprache, Kultur, Generationen

September 2015

2.    F.X. Šalda Gymnasium Liberec

Sprache, Kultur, Generationen, Ausbildung

November 2015

3.    Grundschule Husova in Liberec

Papierbrückenbau

 

4.    Parkschule Zittau

Sprache, Kultur, Generationen, Feste und Bräuche

Mai 2015 – April 2017

5.    Weinauschule Zittau

Sprache, Kultur, Generationen, Feste und Bräuche

Dezember 2016 – März 2017

6.    Kinderuniversität TUL

Weltraum

November 2016 – Januar 2017

7.    Erasmus Studenten an der TUL

Sprache, Kultur, Ausbildung, Generationen, Feste und Bräuche

Februar 2015 – Mai 2017

 

 

Methodische Herangehensweise    

·         Sprachanimation (Spiele mit der deutschen und tschechischen Sprache, bei denen die Teilnehmer die Grundlagen der Fremdsprache lernen – Leitung J. Pacltová)

·         Gespräche in Kleingruppen zwischen Schülern und  Studenten zu einzelnen Themen.

·         Besichtigung eines Hörsaales an der Universität und Teilnahme an dem Vortrag für Senioren.

·         Workshops (gemeinsames Kochen, Basteln)

·         „Country Präsentationen“ in der Aula oder im Seminarraum (Vorstellen eigenes Heimatslandes – Sprache, Geographie, Geschichte, Kultur, Sport, …)

Teilnehmer

·         Senioren und Seniorinnen, die an der Universität des dritten Lebensalters an der TUL studieren

·         Schüler der Grundschule, Oberschule

·         Gymnasiasten

·         Internationale Studenten

 

Beschreibung der Kooperation und Zielerfüllung

1.      Im September 2015 nahmen in der Berufsschule Löbau sechs Senioren und Seniorinnen und 50 Schüler und Schülerinnen in drei Gruppen (11. - 13. Klasse) des BSZ Löbau an einem gemeinsamen Workshop teil. Zuerst wurden gemeinsam deutsch-tschechische Sprachspiele gespielt. Anschließend stellten die Schüler und Schülerinnen den Senioren und Seniorinnen einfache Fragen in tschechischer Sprache und präsentiert nachfolgend die Informationen. Die  Schüler und Schülerinnen lernen seit einem oder zwei Jahr/en Tschechisch als zweite Fremdsprache. Die Zusammenarbeit bereitete Senioren und Seniorinnen ebenso wie den  Schülern und Schülerinnen viel Freude und beide Gruppen konnten viel voneinander lernen. Bericht zu dieser Begegnung ist unter http://bruecken-fuer-europa.eu/index.php/de/berichte/99-tagebuch/tagebuch-tuc zu finden.

 

2.      Die nächste Schule, zu der gute Kontakte aufgebaut wurden, war das F.X. Šalda Gymnasium. Hier führte die Projektgruppe zwei intergenerative Gespräche zwischen fünf Seniorinnen und 10 bis zwölf Studierenden. Das Gymnasium bietet erweiterten Unterricht der deutschen Sprache  an. Die Schüler legen hier nach der 12. Klasse das auf Deutsch. In zwei bis drei kleinen Gruppen befragten die Schüler und Schülerinnen die Seniorinnen auf Deutsch zu den Themen Lebenslauf, Familie und Studienzeiten. Anschließend präsentierten die Jüngeren interessante Geschichten aus den Studienzeitenzeiten der Älteren. Davon wurde auch eine Videoaufnahme erstellt. Berichte zu den einzelnen Begegnungen sind unter http://bruecken-fuer-europa.eu/index.php/de/berichte/99-tagebuch/tagebuch-tuc zu finden.

 

3.      Am 15. April 2016 nahmen sieben Senioren und Seniorinnen gemeinsam mit 19 Schülern der 7. Klasse der Grundschule Husova in Liberec an einem Workshop teil, bei dem sie zusammen Papierbrücken bastelten. Die Schüler arbeiteten in sieben Gruppen. Jede Gruppe wurde von einem Senior oder einer Seniorin unterstützt. Dabei entstanden sieben unterschiedliche Brückenkonstruktionen. Die beste Brücke konnte zehn Kilogramm tragen. Alle Beteiligten hatten viel Spaß und die Schüler lernten dabei nicht nur viel Wissenswertes über Technik, sondern auch über Europa. Bericht zu dieser Begegnung ist unter http://bruecken-fuer-europa.eu/index.php/de/berichte/99-tagebuch/tagebuch-tuc zu finden.

 

4.      Die beste und intensivste Zusammenarbeit war mit zwei Schulen in Zittau, der Weinauschule und der Parkschule. In beiden Schulen organisierte die Projektgruppe seit Mai 2015 bis April 2017 acht intergenerative Workshops, an denen jedes Mal sechs bis zehn Seniorinnen und 20 – 38 Schüler teilnahmen. In diesen Schulen wird die Tschechische Sprache als die zweite Fremdsprache unterrichtet, die Schüler hatten also großes Interesse die tschechische Kultur, Feste und Bräuche kennenzulernen. Die Schüler unterhielten sich mit den Senioren über verschiedene Themen (Sprache, Kultur, Generationen, Feste und Bräuche) kochten gemeinsam Obstknödel, bastelten Osterruten, bemalten die Ostereier, backten Weihnachtsgebäck und unternahmen gemeinsam eine Stadtführung. Berichte zu den einzelnen Begegnungen sind unter http://bruecken-fuer-europa.eu/index.php/de/berichte/99-tagebuch/tagebuch-tuc zu finden.

5.       

6.      Im Rahmen des Projektes begann die Zusammenarbeit der beiden Institutionen der TUL – der Kinder- und Seniorenuniversität. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden zwei gemeinsame Vorträge (im November 2016 und Januar 2017) für Zuhörer und Zuhörerinnen im Alter von 10 – 100 Jahren veranstaltet. Beide waren zum Thema „Weltraum“, für den sich alle Generationen sehr interessieren. Da sich beide Vorträge einem großen Erfolg hatten, sind noch weitere intergenerative Vorlesungen und Aktivitäten geplant. Bericht zu dieser Begegnung ist unter http://bruecken-fuer-europa.eu/index.php/de/berichte/99-tagebuch/tagebuch-tuc zu finden.

 

7.      Seit Januar 2015 arbeiteten die Senioren und Seniorinnen der U3L auch mit internationalen Studierenden zusammen, die an der TUL im Programm Erasmus+ studierten. Die meisten Studierenden blieben für ein Semester in Liberec. Die Senioren und Seniorinnender U3L nahmen zu Beginn jedes Semesters an der Begrüßungspräsentation „Welcome Day“ in der Aula teil und bereiteten ein „Czech Dinner“ – typisch tschechische Speisen, wie zum Beispiel Gulasch mit Knödeln, Schnitzel mit Kartoffelsalat, Kartoffelsuppe, Apfelstrudel, Buchteln, Palatschinken, Brot und vielen weiteren, für die ausländischen Studierendenvor. Insgesamt begleiteten im Rahmen dieses Projektes die Senioren und Seniorinnen der U3L5 Welcome Days  und unterstützen auch die Organisation dieser.

Darauf folgend stellten  die ausländischen Studierenden im Semesterverlauf ihr Heimatland in der Aula auf Englisch vor. Zu diesen „Country Präsentationen“ wurden auch die tschechischen Studierenden und die Studierenden der U3L eingeladen. Seit April 2015 fanden 10 dieser Präsentationen statt, bei denen viel Interessantes über Griechenland, die Türkei, Dänemark, Spanien, Portugal, Polen, Schweden, die Schweiz, Ungarn, Frankreich, Finnland, Litauen, und weitere Länder gelernt wurde. Diese Veranstaltungen gefielen allen Teilnehmenden sehr. Nach den Präsentationen wurden kleine Verkostungen von typischen Speisen des vorgestellten Landes angeboten.

Die ausländischen Studierendenbesuchten außerdem den Englischunterricht für Senioren und Seniorinnen und im Rahmen dieser noch einmal im engen Kreis (sechs bis zwölf Senioren und Seniorinnen) über ihr Heimatland berichtet und mit den Senioren und Seniorinnen diskutiert. Die Senioren und Seniorinnen derU3L waren sehr neugierig und stellten unter anderem Fragen zu dem Studium, dem Privatleben, der Kultur, der Politik, Bräuchen und Essgewohnheiten. Die internationalen Studierendenbeantworteten geduldig alle gestellten Fragen. Bis Mai 2017 fanden elf interessante Präsentationen im Englischunterricht für Senioren statt. Bericht zu dieser Begegnung ist unter http://bruecken-fuer-europa.eu/index.php/de/berichte/99-tagebuch/tagebuch-tuc zu finden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Umfrage für Generationengespräche im familiären Kontext- Landwirtschaft

Ausgangssituation - Gesamtkonzept
Seit dem EU Beitritt haben sich die Bedingungen in der österreichischen Landwirtschaft sehr verändert. Themen wie eine zu kleinstrukturierte aber ‚gesunde‘ Landwirtschaft, Förderlogik, Aufzeichnungspflichten, etc. sind zum täglichen Gesprächsstoff geworden. Diese Entwicklungen haben notwendige aber auch schwierige Rahmenbedingungen geschaffen. Die Landwirtschaft ist als ein sehr traditionell angelegter Bereich ist mit vielen Veränderungen und Umbrüchen konfrontiert.
Mit der Kooperationspartner-Schule, der Land- und Forstwirtschaftlichen Fachschule Alt-Grottenhof in Graz, Tradition und Innovation seit 150 Jahren in Graz, hat die GEFAS STEIERMARK das Thema ‚Generationengespräche‘ im Rahmen des Projektes „Ältere bauen mit Jüngeren Brücken für Europa“ etwas anders angelegt:
Eine Fragebogenerhebung in der Schule untersucht die Bilder zu bestehenden ‚Generationengesprächen bzw. –lernen‘ in der Landwirtschaft im familiären Kontext (Schüler_innen, Eltern, Großeltern) sowie die Reaktion der jungen Menschen auf die oben beschriebenen Veränderungen in der Landwirtschaft. Mit einer relativ einfachen Frage nach den ‚Empfehlungen für Menschen aus der Stadt‘ wird der Blick über den Tellerrand (aus den klassischen Kontext) hinaus gesucht.
Nach Auswertung der Ergebnisse wird versucht, in diesem berufsbildenden Segment einen Ansatz für eine Zusammenarbeit zu finden, und in einem ähnlichen Modus wie an der NMS Fröbel im Idealfall sogar mit der NMS den Austausch zu Berufswelten (im interkulturellen Kontext) durchzuführen.


Kooperation
Für die Umfrage im Bereich Landwirtschaft konnten wir die Land- und Forstwirtschaftlichen Fachschule Alt-Grottenhof in Graz, Tradition und Innovation seit 150 Jahren, gewinnen. An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei den jungen Menschen für ihre Mitarbeit bedanken.


Ziele
Das Ziel der Umfrage war es, inwieweit ein Wissenstransfer zwischen den Generationen, Großeltern, Eltern in der Landwirtschaft erfolgt und wie diese Erfahrungen eine „Verwertung“ erfahren.
Ein weiteres Ziel war es, die Stimmung für Chancen und Entwicklung (in Bezug auf die laufenden Veränderungen in der EU) im landwirtschaftlichen Berufssegment abzufragen.
Ebenso wurden Ideen abgefragt, welche man für die Bildung der Kinder aus dem urbanen Raum entwickeln und realisieren kann, um den landwirtschaftlichen Bereich den Kindern näher zu bringen.


Methode der Umfrage
Die Befragung wurde anonym durchgeführt. Der Fragebogen war mit einem statistischen Teil und Teil mit offen Fragen gestaltet. Es mussten nicht alle Fragen beantwortet werden.

Konklusio
Durch diese Befragung konnten der Wissenstransfer und die Sicherung von Wissen zwischen den Generationen innerhalb eines „Familienbetriebes“ gezeigt werden.
Weiters wurde die Sichtweise der jungen Menschen in Bezug auf die Landwirtschaft dargestellt, wo sehen sie Entwicklungsfelder / Chancen und wo die derzeitige Struktur (Preisentwicklung) eine Belastung darstellt.
Erfreulich ist, dass der Umweltgedanke sowie der Trend zur Biolandwirtschaft bereits stark ausgeprägt und verankert ist und die Jugendlichen nach wie vor in diesen Bereichen Entwicklungsmöglichkeiten für ihre Zukunft sehen.
Die Ideen von kleineren Betriebsstrukturen, Selbstversorgung, Direktvermarktung und Landwirtschaft im Nebenerwerb lassen für die Gesellschaft die Hoffnung keimen, dass die wertvolle Arbeit der Landwirte_innen weiterbestehen bleibt.
Neue Technik kombiniert mit Generationenwissen und Umweltbewusstsein sowie die Pflege der Natur werden die Landwirtschaft in der Zukunft prägen.


Weitere Schritte
Ein weiterer Schritt aus dem Ergebnis der Umfrage wäre eine Angebotsentwicklung mit unterschiedlicher Vielfalt, d.h. von Workshops bis zu Schnuppertagen, Ausstellungen etc. welche von Menschen genutzt werden können, die im Alltag nur auf der Seite der Konsumenten zu finden sind.
Als Kooperationspartner könnten Kindergärten, Schulen (alle Schulstufen), Elternvereine gewonnen werden.
Ziel dieses Angebotes könnte die Bewusstseinsbildung für folgende Bereiche sein:
• Wo werden unsere Lebensmittel produziert?
• Welcher Arbeitsaufwand / Einsatz ist für die einzelnen Lebensmittel notwendig?
• Landschaftspflege
• Aktive Mitarbeit, um ein Verständnis für den Einsatz der Landwirte_innen zu bekommen
• Umwelt und Natur
• Technik am Bauernhof
• Nahrungsmittel im Jahreskreislauf


Auswirkungen / Nutzen
Durch die Befragung wurde den Schüler und Schülerinnen eine Möglichkeit geboten, sich mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im Ansatz beschäftigen. Weiters wurden sie angeregt sich über ihre berufliche Zukunft Gedanken zu machen.
Ein weiterer Punkt war, die Formulierung ihrer persönlichen Werte und Wertehaltung, diese zu betrachten und zu sehen wie diese innerhalb eines Familienverbundes geprägt wurde und wird.
Für das Teilprojekt „Generationengespräche“ war es die Möglichkeit den Wissenstransfer und die Erhaltung von Wissen auf Basis eines „Familienbetriebes“ sichtbar zu machen.

Anregungen für weitere Forschungsbereich
Mögliche weitere Arbeiten im Rahmen von Projekten wäre eine breitangelegte Untersuchung, wie die Landwirte_innen ihre Zukunft gestalten möchten.
Welche Kooperationen gut und weniger gut funktioniert haben und welche Kooperationsformen für die Zukunft eine Chance darstellen.
Der Umgang mit Lebensmittel im ländlichen und urbanen Raum, gibt es Unterschiede und wenn ja, welche.

Für Europa
Eine Chance für kleinstrukturierte landwirtschaftliche Betriebe zu entwickeln. Durch das Zusammenwachsen der Menschen aus den urbanen und ländlichen Raum ein Zukunftsprojekt zu entwickeln.